Gemeinschaftskonto

Ein Girokonto, das von zwei Personen genutzt wird, bezeichnet man auch als Gemeinschaftskonto. Zwei Kontoinhaber haben vollen Zugriff auf ein Girokonto, das heißt, dass beide Kontoinhaber auch alle Funktionen des Girokontos nutzen können und auch beide Zugriff auf die Kontoauszüge haben.

Der Zugriff erfolgt über einen Online-Zugang bei einer Direktbank. Beide Partner erhalten jeweils eine Girocard, mit der man bargeldlos in Geschäften mit dem girocard-Logo bezahlen kann. Auf Wunsch können auch beide Kontoinhaber jeweils eine Kreditkarte bekommen. Das ist in der Regel bonitätsabhängig und macht auch nur dann Sinn, wenn auch Bargeld vom Girokonto abgehoben werden soll. Bei kostenlosen Girokonten wählt man am Besten eine Direktbank, die online das Girokonto anbieten und dafür keine Kontoführungsgebühren verlangen.

Zwei Personen und nur ein Girokonto?

Gemeinschaftskonto bedeutet nicht automatisch, dass man nur noch ein gemeinsames Konto führt. Nebem dem gemeinsamen Girokonto können die Kontoinhaber jeweils noch ein zweites Girokonto bei der Hausbank oder Sparkasse bspw. als Gehaltskonto führen.

Man überlegt sich, welche Kosten im Haushalt pro Monat gemeinsam getragen werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel die Miete oder der Hausbau-Kredit, die Telefon- und Internetgebühren, der TV-Anschluss und die Rundfunkgebühren, die Kosten für eine oder mehrere Versicherungen (Hausratversicherung, KfZ-Versicherung), Tankkosten bei einem gemseinsam genutzen Auto, Kosten für einen gemeinsamen Urlaub oder die wöchentlichen Kosten für Lebensmitteleinkäufe.

In Summe belaufen sich diese Kosten monatlich auf den etwa gleichen Betrag. Natürlich gibt es mal Ausnahmen, wenn größere Anschaffungen anstehen oder jährliche Versicherungskosten fällig werden, aber dennoch kann man einen monatlich gleich hohen Durchschnitt feststellen.

Monatliche Kosten gerecht aufteilen

Die genannten Kosten und Ausgaben teilt man gerecht auf zwei Personen auf und zahlt ab dann monatlich den Teilbetrag vom Gehaltskonto auf das gemeinsame Girokonto per Dauerauftrag. Alle gemeinsamen Ausgaben stellt man dann auf Einzugsermächtigung vom Gemeinschaftskonto um. Und ab sofort gibt es keine Streitereien mehr, wer wann welche Kosten zu tragen hat - denn man trägt nun alle gemeinsamen Ausgaben auch wirklich gemeinsam! Automatisch aufgeteilt und jederzeit für beide Partner nachvollziehbar. Einfach in den Online-Zugang einloggen und die Ausgaben überprüfen. Wenn es in einem Monat mal knapp werden sollte, passt man zukünftig die Einzahlung an oder man gleicht das Konto ausnahmsweise und einmalig aus.

Gemeinschaftskonto ohne Extra-Kosten

Wenn man sicher gehen will, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen, dann verwendet man entweder das DKB Cash der Deutschen Kreditbank - es ist 100% kostenlos. Oder man nutzt das Girokonto der 1822direkt. Dann hat man auch noch den Vorteil, dass man an allen Sparkassen kostenlos Geld abheben kann.

Egal wie Sie sich entscheiden: Mit einem Gemeinschaftskonto holen Sie sich den Überblick über Ihre monatlichen Ausgaben zurück. Falls am Monatsende mal etwas übrigbleibt, kann man das Gesparte auf ein Tagesgeldkonto einzahlen und so auf einen Urlaub oder eine gemeinsame Anschaffung im Haushalt sparen.